Lokales Kapital für soziale Zwecke-Projekte -Hamburg Veddel

 

Förderperiode: 2007/2008

  1. Werkstatt für Grafik-Design (get the kick e.V.2008)
    Inhalt des Projekts waren das Erlernen der Grundlagen im Grafik-Design. Erstellen von Druckvorlagen für Projekte des Vereins, des HdJ Veddel und des Mädchenladens Veddel. Das Projekt war ein niedrigschwelliges Angebot für junge Frauen der Veddel (18 – 25 Jahre. Die Teilnehmerinnen erfuhren einen Einblick in die Arbeitswelt einer Werbeagentur, eines Designerstudios oder eines Verlagshauses.
    Experten für Soft und Hardware vermittelten den Teilnehmerinnen einzigartiges Spezialwissen. Aufbauend auf einen Grundlagen-Workshop entstanden hier auf spielerische Weise innovative Lösungen einer modernen Bildsprache. In zwei Kleingruppen (je 6 Teilnehmerinnen) wurde eine Einführung (insgesamt 40 Stunden) in die Arbeit mit Corel Draw 12 und Photoshop gegeben. Mit Mitarbeitern des HdJ, des Mädchenladens und der Referenten wurden dann in drei Unterrichtsblöcken die verschiedenen Druckvorlagen für das Werbematerial gemeinsam
    erarbeitet und umgesetzt.

  2. Künstlerische Ausstattung und Gestaltung der Straße Katenweide (ProQuartier Hamburg GmbH 2007/2008)
    Jugendlichen wurden mit Unterstützung der Schule Slomanstieg und des HdJ für das Projekt akquiriert.
    In der Katenweide sollten mit Jugendlichen
    • die von SchülerInnen der Schule Slomanstieg angefertigten Skulpturen dauerhaft im öffentlichen Raum aufgestellt werden
    • eine Informationstafel der Geschichtswerkstatt Veddel aufgestellt werden
    • ein Wandbild zur Thematik Emigration/Immigration erstellt werden
    Die dazu notwendigen Vorplanungen und technischen Arbeiten sollten mit Jugendlichen geplant und unter fachkompetenter Anleitung ausgeführt werden. Dazu standen mit Herrn Uetzmann als Dipl.Ing.arch eine Fachkraft für die planungsrechtlichen Fragen und mit Frau Schewe Buggea und Herrn Mario Hahn handwerkliche AnleiterInnen zur Verfügung. Daneben diente das Projekt direkt der Attraktivierung des Stadtteils durch seine BewohnerInnen und war dazu geeignet, Besucher der geplanten schwimmenden Jugendherberge und der IBA für den Stadtteil zu interessieren. Damit wurde auch Kaufkraft in den Stadtteil gelenkt, die dem örtlichen Gewerbe zugute kam.

  3. Bühnenbau/ Bühnentechnik (Verein „Freunde des Spielhauses Katenweide“ 2007/2008)
    Die Zielgruppe waren junge Arbeitslose, Schul- und Ausbildungsabbrecher mit bzw. ohne Migrationshintergrund ab 15 Jahren aus dem Fördergebiet In theoretischem Blockunterricht wurden technische Grundlagen sowie alle erforderlichen Kenntnisse wie Unfallverhütung vermittelt (3 Blöcke). Anschließend wurden Bauten und Bilder designt und hergestellt.
    Für den Einsatz bei Auftritten und die Wartung der Kulissen waren die Teilnehmer ebenfalls verantwortlich.

  4. Segelschule Veddel (Get the Kick e.V. 2007/2008)
    Die Zielgruppe waren Jugendliche Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren und Jungerwachsene ohne Ausbildungsplatz aus dem Fördergebiet. Das Ziel war das Betreiben einer Segelschule auf der Veddel. Die jungen TeilnehmerInnen sollten sich in verschiedenen Bereichen qualifizieren: z.B. Erwerb von Segellehrberechtigungen und Erwerb von Bootsführerscheinen. Das Projekt diente als Starthilfe zur Gründung eines sozialen Betriebes.

  5. Schreib- und Musikwerkstatt (Get the kick e.V.2007/2008)
    Die Zielgruppe, Jugendliche und Jungerwachsene aus dem Fördergebiet (in der Regel auf soziale Transferleistungen angewiesen ) trafen sich als Hip Hop community "Veddel Streetz" regelmäßig im Haus der Jugend, konnten demnach direkt vor Ort angesprochen werden. Ziel war es, den Teilnehmern Handlungsfähigkeiten zur selbständigen Ausbildungs- und Arbeitsplatzsuche, insb. zur eigenständigen Erstellung von Bewerbungen zu vermitteln. Zusätzlich konnten kreative Prozesse im Bereich Hip Hop, Musik und Literatur bzw. Prosa initiiert und gleichzeitig gesteuert werden.

  6. Wege in Erziehungsberufe (Bürgerinitiative ausländische Arbeitnehmer e.V 2007/2008)
    Zielgruppe waren Bewohnerinnen des Stadtteils Veddel mit Migrationshintergrund, die arbeitslos waren und
    Leistungen bezogen oder ohne Leistungsbezug arbeitssuchend gemeldet waren.
    Dabei ging es darum den Bewohnerinnen Informationen über Erziehungsberufe: Kinderbetreuerinnen, Tagesmütter, Familienbetreuerinnen, Erzieherin, sozialpädagogische Assistentin zu vermitteln und ihnen Praktika in
    den genannten Berufen zu vermitteln.

  7. Deutsch und Computer für die berufliche Orientierung für Migranten (Männer) (Bürgerinitiative ausländischer Arbeitnehmer e.V. 2007/2007)
    Zielgruppe waren erwerbsfähige Männer mit Migrationshintergrund aus dem Stadtteil Veddel, die auffallend resigniert und inaktiv waren. Ihnen sollte mit dem Projekt auf niedrigschwellige Weise einfachste Handlungsfähigkeit zur Überwindung ihrer individuellen Passivität ermöglicht werden.
    Ziele:
    Vermittlung von Handlungsfähigkeit und Selbstständigkeit bei:
    • Einfache PC Kenntnisse
    • Arbeitsplatzsuche
    • Zugang und Aufnahme von Praktika
    • Zugang und Aufnahme von Arbeitsgelegenheiten
    • Zugang und Aufnahme einer ehrenamtlichen Tätigkeit

  8. Deutsch und Computer-Hilfen zur Arbeitssuche für Migrantinnen auf der Veddel (Bürgerinitiative ausländische Arbeitnehmer e.V. 2007/2008)
    Zielgruppe waren Frauen, die als funktionale Analphabetinnen zu bezeichnen sind und die aufgrund ihrer Herkunft aus ländlichen Gebieten des Kosovo und der Türkei sowie der familiären Isolation kaum Zugang zu Bildungsangeboten hatten. Die Angebote waren ausgesprochen niedrigschwellig, es wurden einfachste PC- und Deutsch Grundlagen vermittelt. Vornehmlich ging es um Berufsorientierung, Feststellung der eigenen Kompetenzen, Vermittlung von Handlungskompetenzen zur selbstständigen Arbeitsplatzsuche und Erstellung von Bewerbungsunterlagen. Auch Kenntnisse über die Einrichtung einer eigenen E-Mail Adresse wurde vermittelt.

  9. Stadtteilrenovierungsgruppe / Schulprojekt (get the kick e.V. 2008)
    Die Zielgruppe, Schüler und Schülerinnen der Schule Slomanstieg aus dem 8.und 9. Jahrgang, sollten die Grundlagen für Innenraumsanierungen mit Schwerpunkt Maler und Lackierhandwerk erlernen. Entsprechende Fertigkeiten und Kenntnissen sollten vermittelt werden. Ein Einblick in die Berufswelt wurde gegeben, um passgenau in Praktika zu vermitteln. Unter der Anleitung eines Ausbildungsleiters und mit Hilfe sozialpädagogischer Begleitung sollten die Teilnehmer verschiedene Räumlichkeiten der Schule sanieren – z.B. das Nebentreppenhaus zur Bücherhalle und die Schulkantine. Weitere Maßnahmen im Stadtteil betrafen die Küche und den Hausaufgabenraum des Mädchenladens sowie den Filmschnittraum des HdJ.

  10. Street-Art-Festival (Karin Boine, 2008)
    Die Zielgruppe, Jugendliche beiderlei Geschlechts bzw. Schüler der Schule Slomanstiegab Jahrgangsstufe 8 sollten an der Installation eines dauerhaften Jugend-Festivals im Stadtteil Veddel arbeiten.
    Ziel war die Vermittlung von Qualifikationen im Bereich Kulturmangement, Herstellung von Kunstobjekten und anderen Bestandteilen der HipHop-Jugendkultur sowie handwerkliche Herstellung der baulichen Voraussetzungen. Die Jugendlichen sollten befähigt und in die Lage versetzt werden, mit Unterstützung von Fachleuten dauerhaft selbst weitere Veranstaltungen zu organisieren.

 

Förderperiode: 2006/2007

  1. Schifffahrt tut Not "navigare necesse est" (Verein zur Förderung der ev.-luth. Flussschiffergemeinde zu Hamburg e.V / 2007)
    Inhalt: Qualifizierung für ALG-II Bezieher und Kooperationen mit Beschäftigungsträgern von gewerblichen u. kulturell relevanten Projekten auf dem Wasser sowie hafenbezogenem Gewerbe.
    Methode: Beratung und Heranführung an hafenbezogene Berufe für am Arbeitsmarkt Benachteiligte.

  2. Deutsch und Computer für die berufliche Orientierung von Migrantinnen(Bürgerinitiative ausländische Arbeitnehmer e.V./2007)
    Aktivierung einer in der Regel von sozialen Transferleistungen lebenden Zielgruppe, die zukünftig einen arbeitsmarktpolitisch positiven Beitrag leisten könnten und deren nicht realisierten Potentiale und ggfs. aus den Herkunftsländern mitgebrachten Fähigkeiten und Qualifikationen bisher brach lagen. Konkret angestrebt wurde die Vermittlung von Handlungsfähigkeit zur selbständigen Arbeitsplatzsuche insb. die dafür erforderlichen Deutschkenntnisse vor allem zur eigenständigen Erstellung von Bewerbungen. Vorrangiges Ziel war die Aufnahme sozialversicherungspflichtiger Tätigkeit.

  3. Elbstromer-Kanuverleih (Get the Kick“ e.V/ 2006/2007)
    Im Müggenburger Zollhafen, einem Hafenbecken mit Anschluss an die Süderelbe und dem Hamburger Hafen, wurde ein professioneller Bootsverleih mit Kanu- und Segelsport für die Stadtteilbewohner, Vereine und Touristen eingerichtet. Zielgruppe waren jugendliche Schüler/-innen und jüngere Erwachsene ohne Ausbildungsplatz. Die Teilnehmer/-innen des Förderprojekts wurden in allen einzelnen Teilbereichen und Stationen dieses Betriebes für Tätigkeiten im Service, Tourismus, Buchhaltung, Wartung und Sicherheit qualifiziert. Neben dem Erwerb von Basis- und Schlüsselqualifikationen (soft skills) wie Teamfähigkeit, soziale Kompetenz, Ordnungssinn, Sauberkeit, Pünktlichkeit und Verantwortungsbewusstsein wurde durch die Vermittlung von Arbeitsabläufen strukturiertes, rationelles Arbeiten erlernt.

  4. Sozialer Wegweiser für die Veddel ( Jens Hardel und Ingrid Bauer/ 2007)
    Zielsetzung war die Erstellung einer Broschüre in mehreren Sprachen als Produkt Berufliche Orientierung für Jugendliche und Jungerwachsene auf der Veddel durch Vermittlung von Schlüsselqualifikationen wie: - projektgebundenes Arbeiten im Team - Recherchieren und Dokumentieren von Information - e-learning (Textverarbeitung, Layout), insbesondere auch für Mädchen - Übersetzungstätigkeit

  5. Kostümverleih Hamburg-Veddel (Kristine Kretschmer/ 2006/2007 )
    Das Projekt wollte einen Kostümverleih in Hamburg-Veddel aufbauen. Hintergrund: Im dortigen Spielhaus lagerte ein umfangreicher Kostüm- und Requisitenfundus aus zahlreichen Theaterproduktionen der vergangenen Jahre, der in Absprache mit der Regisseurin dieser Stücke der Öffentlichkeit zum Verleih zur Verfügung gestellt werden sollte. Die Teilnehmerinnen sollten diesen Fundus aufbereiten, so dass er für den Verleih geeignet ist.

  6. Holzwerkstatt („Get the Kick“ e.V./2006/2007)
    In der stadtteilbezogenen Holzwerkstatt sollten lernbeeinträchtigte und unversorgte, lehrstellensuchende Jugendliche, Schul- und Ausbildungsabbrecher an Holz- und Tischlerarbeiten herangeführt werden- Kurzfristiges Ziel war die sinnvolle kreative, konstruktive Beschäftigung mit einem lebenden Baustoff. Latente Aggressionen wurden in Schaffensprozesse umgeleitet. Mittelfristig wurde das Selbstbewusstsein über gestalterische, handwerkliche Erfolgserlebnisse gestärkt. Langfristig wird die Vermittlungsfähigkeit in handwerkliche Ausbildungsberufe über die praktischen Erfahrungen verbessert. Das Projekt sollte beitragen, die Jugendarbeitslosigkeit im Stadtteil zu senken.

  7. Kultur auf und am Wasser / Veddel („Get the Kick“ e.V.2006/2007 )
    Die über den Mädchenladen angesprochenen Teilnehmerinnen, junge Frauen von18-25, sollten Planung und Umsetzung kultureller Veranstaltungen erlernen. Ziel war die Kompetenzerweiterung und Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmerinnen. Im Rahmen des „Veddeler Brückenschlags“ (kulturelles Pendant zum „Sprung über die Elbe des Senats der FHH) wurden von den 12 Teilnehmerinnen in Zusammenarbeit mit dem Kulturverbund „VeddelErleben“ kulturelle Veranstaltungen auf dem Müggenburger Zollhafen, einer die Veddel begrenzenden Wasserfläche, konzipiert und realisiert.

  8. Wege aus der Insellage der Veddel / Existenzgründungspotenziale im Freizeitbereich (Jens Hardel und Katja van den Broek 2006/ 2007)
    Potenzialanalyse von Existenzgründungsfeldern im Freizeitbereich auf der Veddel durch Bestandserhebung des Freizeitangebotes auf der Veddel, Analyse der Defizite und Potenziale im bestehenden Freizeitangebot, Ermittlung der Wünsche an Freizeitmöglichkeiten der Veddeler Bevölkerung mit einem Fragebogen, Analyse der veränderten Bedarfe durch veränderte Bewohnerstrukturen (Stichwort: Studenten auf der Veddel), Ermittlung von Nachfragepotenzialen der Besucher der Auswandererhallen im Wohngebiet der Veddel, Entwicklung eines Korridors für Existenzgründungen im Freizeitbereich auf der Veddel, nachfrageorientierte Entwicklung des Freizeitangebotes auf der Veddel. Innenwirkung des Projektes: Informationsangebot für die Wohnbevölkerung. Außenwirkung des Projektes: die Veddel als attraktiven Wohnstandort bekannt machen.

 

Förderperiode: 2005/2006

  1. Niedrigschwelliges Gastroprojekt, Eltern an Gastronomietätigkeit heranführen (Dr. Martin Pauli/ 2005/2006 )
    Die Zielgruppe setzte sich ist in erster Linie aus den Eltern der Kindertageseinrichtung Katenweide zusammen, die einen Migrationshintergrund haben und zu einem großen Teil arbeitssuchend waren. Neben Ernährungslehre wurde u.a. Lebensmittelkunde sowie die Vorstellung von Geräten in Großküchen vermittelt. Für Teilbereiche zwei u. drei wurden Honorarkräfte mit Erfahrung eingesetzt. Mindestens 4 Gastronomieveranstaltungen sollten zur Motivation beitragen.(Verzehr u. Getränke waren von den Gästen zu bezahlen.) Dabei sollten die Teilnehmerinnen auch in Fragen der Organisation unterwiesen werden.

  2. Computerschulung und berufliche Orientierung für Migrantinnen/Frauenprojekt (Bürgerinitiative ausl. Arbeitnehmer/ 2006)
    Aktivierung einer in der Regel von sozialen Transferleistungen lebenden Zielgruppe, die zukünftig einen arbeitsmarktpolitisch positiven Beitrag leisten könnten und deren nicht realisierten Potentiale und ggfs. aus den Herkunftsländern mitgebrachten Fähigkeiten und Qualifikationen bisher brach lagen. Konkret angestrebt wurde die Vermittlung von Handlungsfähigkeit zur selbständigen Arbeitsplatzsuche insb. Zur eigenständigen Erstellung von Bewerbungen. Dieses beinhaltete:-Arbeitsfeldwahl und Orientierung -Feststellung der eigenen Kompetenzen- Durchführung von Bewerbungsverfahren. Vorrangiges Ziel war die Aufnahme sozialversicherungspflichtiger Tätigkeit.

  3. Hinführung bzw. Vorbereitung auf sozialpflegerische Berufe (ev. Kirchengemeinde HH-Veddel 2005/2006 )
    Über die Gründung eines überkonfessionellen, multinationalen Chors sollte eine Selbsthilfegruppe initiiert werden, um am Arbeitsmarkt benachteiligte Gruppen zu unterstützen. Die ev. luth. Kirchengemeinde war interessiert daran, eine ortsnahe Versorgung / Betreuung / Kontakt der angeschlossenen Einrichtungen (KTH, Diakonie, Betreuung älterer Menschen) diesen Gruppen zu öffnen. Zum einen wurde erhofft, dass durch Zusammenführung von Erwerbstätigen u. nicht Erwerbstätigen sogenannte "Klebeeffekte" zu erreichen sind und über Vorträge (ARGE, verschiedene Beschäftigungsträger) die Bereitschaft zur Aufnahme von Qualifizierungs- u. Weiterbildungsmöglichkeiten wahrgenommen wurde. Als Dreh- und Angelpunkt sollten Choraktivitäten dienen.

  4. Berufspraktikum Tischlerei u. Zimmerei (get the kick e.V./ 2005/2006)
    Hauptinhalt war die Heranführung Jugendlicher an das holzverarbeitende Gewerbe. Es sollte ein Bezug zur realen Arbeitswelt geschaffen werden, um die Vermittlungsfähigkeit zu erhöhen. Durch Praxislerntage wurden die Jugendlichen von dazu befugten Personen eines Bildungsträgers in den Berufsbilder Zimmermann u. Tischler angelernt. Das Produkt ihrer Tätigkeit diente als ein Baustein zur Erhöhung der Aktivitäten im Stadtteil. Bei Interesse war die Vertiefung bestimmter handwerkl. Fertigkeiten durch Honorarkräfte geplant.

  5. Qualifizierung von Migrantinnen im Rahmen des Projektes „multiethnisches“ Frauencafé (Veddel aktiv e.V./2005/2006)
    Auf der Veddel sollte im Laufe des nächsten Jahres ein multi-ethnisches Frauencafé entstehen, welches Frauen unterschiedlicher kultureller Herkunft, u.a. vielen Frauen mit sehr geringen Deutschkenntnissen erstmalig die Chance bieten sollte an einem öffentlichen Ort andere Frauen kennen zu lernen und die deutsche Sprache zu üben.

  6. Informieren/Testen/Probieren (Orientierungen für Migranten) / Männerprojekt(Bürgerinitiative ausländische Arbeitnehmer e.V./2005/2006)
    Vermittlung von Handlungsfähigkeit zur selbständigen Arbeitsplatzsuche insb. zur eigenständigen Erstellung von Bewerbungen. Dieses beinhaltete:- Arbeitsfeldwahl und Orientierung -Feststellung der eigenen Kompetenzen- Durchführung von Bewerbungsverfahren. Vorrangiges Ziel war die Aufnahme sozialversicherungspflichtiger Tätigkeit. Es sollten Kenntnisse und Fertigkeiten zur Erhöhung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt vermittelt werden, ggf. der Einstieg in Qualifizierung und Weiterbildung vorbereitet werden.

  7. Qualifizierung im Bereich Buchhaltung bzw. Einzelhandel (get the kick ev. 2005/2006)
    Ziel der Q-Maßnahme war die Eröffnung der Chance f. d. Bewohner/innen des Stadtteils, um an dessen Aufschwung durch die Entstehung der Balinstadt (Auswandererhalle, Touristenpoint), Kanu- u. Segelbootverleih des Vereins u. der Bundesgartenschau und den damit verbundenen neuen Arbeitsplätzen partizipieren zu können. Die Maßnahme diente zur Vorbereitung der erwerbslosen Stadtteilbewohner/innen, um für die beschriebenen Aktivitäten der Stadtentwicklung als Arbeitskraft zur Verfügung zu stehen.

  8. Gezielte Q-Maßnahme am PC f. afrikan. Migrantinnen (Veddel Aktiv/2006)
    Die Kursidee entsprach der speziellen Anfrage einer Gruppe erwerbsloser und berufstätiger (Niedriglohnsektor) afrikanischer Migrantinnen, die sich gerne gezielt am Computer weiterbilden wollten, entsprechende Angebote aber nur an den frühen Abendstunden und mit Kinderbetreuung wahrnehmen konnten. Methodisch wurde überwiegend in Kleingruppen gearbeitet. Inhaltlich stand nach der Vermittlung von Grundkenntnissen in der Arbeit mit dem Betriebssystem XP das Arbeiten mit den Programmen des Microsoft Office Paketes (Word, Outlook, Excel, Powerpoint) im Vordergrund. Eigene Dokumente (Anschreiben, Bewerbungen etc.) wurden erstellt.

  9. Q-Maßnahme für die Bereiche Zimmerei u. Dachdeckerei (Get the kick e.V. 2005/2006)
    In dem Gebiet der sozialen Stadt waren touristische Attraktionen geplant (Intern. Gartenbauausstellung, Intern. Bauausstellung, Gründung der Ballinstadt - Auswandererhallen). Bewohnerinnen /n sollte die Möglichkeit eröffnet werden, wirtschaftl. zu profitieren. Die Teilnehmenden dieses Projekts sollten sich im Bereich Zimmerei, Dachdeckerei und Verwaltung qualifizieren, indem sie sowohl ein Kiosk errichteten als auch betrieben. Dabei handelte es sich bei der Zielgruppe um einen schwer vermittelbaren Personenkreis, dem Basisqualifikationen fehlten u. auch Planungsunterstützung im persönlichen Bereich (sozialpädagogische Betreuung - ansatzweise - bzw. Überführung in Regelangebote) bedurften.

  10. Kunst u. Handwerk Frauen näher bringen (Angela Holländer/2005 / 2006)
    Der Anteil der Frauen im Handwerk ist noch sehr gering. Aufgrund des Migrationshintergrunds der Teilnehmerinnen ist ihnen der Zugang erschwert. In den Bereichen Tischlern, Schweißen u. Zimmern sollten weibl. Jugendliche / Frauen unterwiesen werden, um einen Einblick zu erhalten. Die Produkte, die während der Orientierungsphase entstanden, sollten im Stadtteil ausgestellt werden. Über sozialpädagogische Betreuung sollten migrantische Frauen die Argumentation innerhalb des Familienverbandes erleichtert werden bzw. in der Auseinandersetzung mit der Familie unterstützt werden.

  11. Veranstaltungstechnik (get the kick/2005/2006)
    Das Projekt war ein niedrigschwelliges Angebot für die gen. Zielgruppe, deren Schlüsselqualifikationen zwar vorhanden, aber erneut geweckt werden mussten. Den Betroffenen sollte deutlich gemacht werden, dass der Weg zur Befriedigung wirtschaftlicher Bedürfnisse und Eigenständigkeit stufenweise aufgebaut ist und sich Weiterbildung und Engagement für das eigene Umfeld sowie die Inanspruchnahme von beschäftigungswirksamen Förderangeboten lohnen. Aufgrund der Situation auf dem Arbeitsmarkt für die Zielgruppe würde die Bereitschaft „sich zu verdingen“ in der Zukunft wesentlich sein. Das Thema Musik diente insofern als Vehikel. In Zeiten von MTV, Viva, Popstars und Top of the Pops interessieren sich sehr viele Jugendliche für Musik, wissen aber nur sehr wenig darüber wie eine Veranstaltung von Booking bis zu Layout abläuft. Da viele jugendliche Schüler, Schulabbrecher und Arbeitslose durch das Soundhouse und das Haus der Jugend eine Möglichkeit Musik zu machen geboten bekommen, sollte vor ihrer Haustür ein Angebot gemacht werden, um sich in diesem Bereich weiter zu bilden. Schulabschlüsse eventuell zu Ende zu bringen bzw. eine Ausbildung in diesem Metier zu beginnen.

  12. Living Pictures (Kristine Kretschmer 2005/2006)
    Zentraler Inhalt war ein Coaching für Migranten/innen insbesondere für Mütter, die erwerbslos sind und Kinder haben, die an der Schwelle zur Berufstätigkeit stehen. Ziel war es, das Ausbildungs- und Fortbildungsangebot in die migrantische Szene zu bringen. Markant war, dass diese Gruppe von Sozialleistungen lebt. Das Langziel bestand darin, diese Kette zu unterbrechen. Daneben sollte über Identifikation mit dem Stadtteil, die Veddel war vor und nach dem Krieg Auswandererstadtteil, die eigene Situation verbessert werden.

 

Förderperiode: 2004/2005

  1. Event-Assistent, Vorbereitungskurs auf den Event-Koordinator(Get the Kick e.V./2005)
    Qualifizierung und Weiterbildung der Zielgruppe (Jugendl. zwischen 18 u. 25 J.) ,die aufgrund fehlender Schulabschlüsse Schwierigkeiten bei der Ausbildungsplatzsuche haben, sollten im ersten Modul in das Veranstaltungswesen eingeführt werden. Ziel sollte sein, diese später an eine adäquate Schule (s. Kooperationspartner) zu vermitteln. Teil des Konzeptes war es, dass die Teilnehmer/innen später kleine Veranstaltungen selbst betreuen bzw. durchführen und dabei die Vielzahl und Komplexität der Aufgaben erfolgreich bewerkstelligen (von Veranstaltungsrecht bis Konfliktmanagement bei Security) können.

  2. Module für den erfolgreichen Berufseinstieg (Ev. Kirchengemeinde St. Georg-Borgfelde/2005)
    Mithilfe von Qualifizierungsbausteinen, die der Feststellung von Kompetenzen, Erstellung von Förderplänen und der Kompensation von schulischen Lücken dienen, sollte ein Förderinstrument mit zertifizierten Modulen installiert werden. Mit dem Erarbeiten und dem Einsetzen der Module wurden Jugendliche möglichst noch während ihrer Schulzeit stabilisiert und Kompetenzen wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Kooperationsfähigkeit u. ä. gefördert. Die Zertifizierung stärkte das Selbstwertgefühl der Jugendlichen und erhöhte ihre Motivation bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen wurden bei der Absolvierung ihrer Schullaufbahn unterstützt und die Qualifizierungen mit entsprechendem Zertifikat erhöhten ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

  3. Berufsorientierung anhand des Themas Kultur im öffentlichen Raum (Quartiersentwicklung Veddel Bremische Gesellschaft/2005 )
    Inhalt des Projektes war die Berufsorientierung junger Frauen Migrationshintergrund unter 25. J. Dabei diente der Kulturansatz als Vehikel für die Vermittlung grundlegender Anforderungen des Berufsalltags. Beschreibung der fünf Stufen :Kursausgestaltung: Begleitung der Konzeption, Bewerbung und Durchführung, Kennenlernen des Arbeitsalltag im Zusammenhang mit Kunst im öffentlichen Raum

  4. Vorbereitung auf sozialpädagogische Assistentin (Jennifer Moock/2005)
    Vorbereitung u. Unterstützung von Frauen mit Migrationshintergrund, die eine Ausbildung in diesem Bereich anstreben bzw. aufgrund fehlender Deutschkenntnisse in Schrift u. Sprache sowie Defiziten in Didaktik ihre Ausbildung abbrechen müssten und nach Aufarbeitung der Defizite wieder in die Ausbildung integriert/zurückgeführt werden sollten. Gleichzeitig sollten Anfängerinnen oder junge Frauen, die diesen Berufswunsch hegen, eine Plattform für einen zukünftigen Arbeitskreis geschaffen werden.

  5. Informieren / Testen / Probieren - Orientierungen für MigrantInnen (Bürgerinitiative ausl. Arbeitnehmer e.V./2005)
    Aktivierung einer in der Regel von sozialen Transferleistungen lebenden Zielgruppe, die zukünftig einen arbeitsmarktpolitisch positiven Beitrag leisten könnten und deren nicht realisierten Potentiale und ggfs. aus den Herkunftsländern mitgebrachten Fähigkeiten und Qualifikationen bisher brach lagen. Konkret angestrebt wurde die Vermittlung von Handlungsfähigkeit zur selbständigen Arbeitsplatzsuche insb. Zur eigenständigen Erstellung von Bewerbungen. Dieses beinhaltete:-Arbeitsfeldwahl und Orientierung -Feststellung der eigenen Kompetenzen-Durchführung von Bewerbungsverfahren. Vorrangiges Ziel war die Aufnahme sozialversicherungspflichtiger Tätigkeit.

  6. Niedrigschwellige Qualifizierung für Migrantinnen am PC (Veddel aktiv e.V./2005)
    Häufige Nachfrage im Stadtteilladen von Veddel aktiv e.V. ließ die Idee eines Computerkurses für Migrantinnen im Wohnquartier Veddel entstehen. Es sollte jungen Frauen niedrigschwellig einen Zugang zu dem in der Arbeitswelt immer wichtiger werdenden Medium Computer ermöglicht werden und es sollten berufsorientierte Grundkenntnisse vermittelt werden. Der Kurs sollte durch eine Kinderbetreuung flankiert werden, weil die meisten interessierten Frauen Kleinkinder zu betreuen hatten. Methodisch wurde überwiegend in Kleingruppen gearbeitet.

  7. Hafen- u. Güterumschlagstadt Hamburg (Get the kick e.V./ 2005)
    Zielgruppe waren Migranten/innen unter 25. J. Das Projekt beinhaltete die Vermittlung von Fähigkeiten u. Kenntnisse sowie Schlüsselqualifikationen .Es sollte die Übersicht vermittelt werden, welche Berufe im Hafen vertreten sind und welche davon Zukunftsaussichten haben (auch unständige Arbeitsverhältnisse). Verknüpfung der o.g. Ziele mit Grundkenntnissen im gewerblichen Bereich Güterumschlagverkehr und dem Aspekt „Lernen lohnt sich“ anhand einer Ausbildung zur Erlangung eines Motorbootführerscheins.

  8. Wege aus der Insellage der Veddel /Existenzgründungspotenziale im Freizeitbereich (Jens Hardel/ 2005)
    Ausloten der Beschäftigungspotenziale im Freizeit- und Tourismusangebotes auf der Veddel- durch eine Einzelperson, die auf der Veddel lebt u. engen Kontakt zu den Bewohnern/innen und Institutionen hat. Ziel sollte es sein, eine vorbereitende Untersuchung für Existenzgründer- Existenzgründungen auf der Veddel durchzuführen. Dabei sollte im Bereich Tourismus insbesondere der Niedriglohnsektor beleuchtet werden. Die Analyse diente der Grundlage dafür, dass sich Menschen auf der Veddel eine Selbständigkeit im Tourismussektor planen können u. gegenüber Dritten (Banken, Wirtschaftsförderungsprogramme) die Potentiale darstellen können.

  9. Qualifizierung in Buchhaltung (get the kick e.V./ 2005)
    Der Verein hat aufgrund seiner Verbindung zur "Bürgerstiftung Hamburg" Kontakte zu ehem. Unternehmern u. Rentnern, die aus Verwaltungsebenen kommen. Um die Zielgruppe den Betrieben für deren Ausbildungs- u. Praktikumsangebote zu vermitteln, wurde eine Grobanalyse erstellt. Festgestellt wurde, dass Basisqualifikationen im Bereich Buchhaltung bei der Zielgruppe fehlen. Diese Defizite waren zu beheben, um die genannten Kontakte für Ausbildungs- u. Praktikumsangebote zu nutzen.

  10. Berufsorientierung u. -beratung für Jugendl. auf der Veddel (ev. Kirchengem. St. Georg/ 2005)
    Besucher der Jugendeinrichtung und Schulabgänger/innen bis 25 Jahre wurden an fest eingerichteten Beratungstagen frühzeitig beruflich orientiert, beraten und bei der Erstellung ihrer Bewerbungsunterlagen unterstützt. Darüber hinaus wurden sie bei der Ausbildungs- und Arbeitsplatzsuche, sowie bei Bedarf im Ausbildungsprozess begleitet.
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