Lokales Kapital für soziale Zwecke-Projekte Hamburg Rothenburgsort
Förderperiode: 2007/2008
- Straßenfußballliga (Haus der Jugend Rothenburgsort , 2008)
Über die Gründung von Straßenfußballgruppen und während der Durchführung eines Straßenfußballturniers sollte Jungerwachsenen die Möglichkeit gegeben werden über die Aufgabe der Spielfeldbetreuung ihr Talent zur Führung von Jugendgruppen zu entdecken bzw. auszubauen. Mit der Uni Hamburg, Institut für Sportwissenschaften und Bewegungsmedizin, sollte eine Kooperation vereinbart werden: Die Jugendlichen konnten einen Trainerschein erwerben, der sie für Trainiertätigkeiten bei Sportvereinen des Hamburger Sportbundes qualifizierte. Damit sammelten sie Erfahrungen, die sie gezielt für ihre berufliche Orientierung verwenden konnten.
- Geschichtswerkstadt/Biografie (Jugendförderverein Rothenburgsort e.V 2007/2008)
Zielgruppe waren Jugendliche und Heranwachsende unter 25 Jahren aus dem Fördergebiet.
Ziel: Heranführen an die eigenständige Erstellung von Texten unter der Berücksichtigung von Interviewmaterial durch:
- Erlernen von redaktioneller Arbeit, insbesondere Layouttätigkeiten mit entsprechenden Programmen.
- Erlernen und Anwenden von projektorientiertem Arbeiten unter Anleitung.
- Selbständige Entwicklung von Strukturen zur Sicherung eines effektiven Workflows unter Anleitung
- Auseinandersetzung mit dem Begriff Heimat Rothenburgsort unter der Berücksichtigung eines möglichen Migrationshintergrundes
- Partizipation der Zielgruppe an einem intergenerativen Austausch.
Publikationsform war ein Printerzeugnis und/oder eine Internetseite, die mit den Publikationen des Stadtteils vernetzt werden sollten.
Erwerb von Schlüsselqualifikationen:
- Selbstsicherheit durch Interviewtechniken
- Schulung von notwendigen Arbeitstugenden, wie Teamfähigkeit, Gesprächsführung und strukturiertem Arbeiten
- Kompetenzerweiterung und besserer Zugang auf den Arbeitsmarkt.
Durch den Umgang und die Durchführung dieses Projekts erlernten die TeilnehmerInnen vereinfacht und im Sinne der indirekten Qualifizierung die Handhabung mit den immer mehr erforderlichen Möglichkeiten der neuen Medien.
- Musikveranstaltungen (Jugendförderverein Rothenburgsort e.V./2007/2008)
Ziele: Qualifizierung und Weiterbildung der Zielgruppe (Jugendliche und Heranwachsende unter 25 Jahren, z.T. arbeitslos) im Bereich Musik, um später kleine Veranstaltungen selbst betreuen bzw. durchführen und dabei die Vielzahl und Komplexität der Aufgaben (von Veranstaltungsrecht bis Konfliktmanagement bei Security) erfolgreich bewerkstelligen zu können. Die Jugendlichen sollten motiviert werden, durch ihre Qualifikation in verschiedenen Bereichen (Recht, Technik, Service) selbstbewusster und kompetenter bei Bewerbungen aufzutreten und durch Kontakte in der Veranstaltungsbranche bessere Arbeitsmarkt-Chancen zu bekommen.
- Jugendgruppenleiterschulungen (Haus der Jugend Rothenburgsort/ 2007/2008)
Ziele: Die Teilnehmer ( Jugendliche ab 15 aus Rothenburgsort )sollten die "Juleica" (Jugenleitercard) sowie die erste Hilfe-Fähigkeit erwerben. Die Schulung sollte gleichzeitig Projektideen für weitergehende Anschlussprojekte in Rothenburgsort entwickeln, die gleichsam Einsatzmöglichkeiten für die ausgebildeten Jugendlichen eröffneten.
- „Gesunder Schulkiosk“ in Verbindung mit Zahnpflege (HdJ Rbo in Kooperation mit Fritz-Köhne-Schule/ 2008)
Eltern der Schüler der Fritz-Koehne-Schule, Bürger aus Rothenburgsort, die arbeitslos oder ohne Beschäftigung waren - sollte durch Hygiene-, Ökotrophologie- sowie Zahnprophylaxeschulungen Perspektiven in entsprechenden Berufsfeldern aufgezeigt werden. Anhand eines Schulkioskes sollte das erlernte theoretische Wissen in die Praxis umgesetzt werden. Daneben sollte zur Verstetigung des gesunden Kioskes und zur nachhaltigen Wissensvermehrung ein d.-türk. Flyer mit den zu Kommunikationszwecken aufbereiteten Inhalten der Schulungen erstellt werden.
- Stadtteilfernsehen für Hamburgs Osten -Jugendliche zeigen ihren Stadtteil und ihren Alltag (ASB Sozialeinrichtungen Hamburg GmbH / 2008)
Die Idee: Der Erfolg der lokalen und regionalen Berichterstattung im TV belegte ein stetig wachsendes Interesse der Zuschauer an ihrem direkten Umfeld. Dieser „Hinguck – Effekt“ entstand, wenn in einer TV-Sendung der eigene Stadtteil gezeigt wurde, das Café an der Ecke, die Fußgängerzone des Bezirks. Die Wahrnehmung der eigenen Umgebung war abhängig von den individuellen Lebensverhältnissen. Die Zielgruppe, Jugendliche ab 15 Jahren, vorwiegend mit Migrationshintergrund, aus dem Fördergebiet sollte eine Orientierung über kreative Tätigkeiten im Medium TV bekommen und für entsprechende Berufsbilder vorqualifiziert werden.
- Rothenburgsorter Graffiti-Projektwochen (Getting up Ateliergemeinschaft Mirko Reisser, Heiko Zahlmann, Gerrit Peters 2007/ 2008)
Zielgruppe waren weibliche und männliche Jugendliche ab 14 Jahren aus dem Fördergebiet. Neben der Vermittlung der Geschichte und der Techniken des Graffiti wurden Teamarbeit und Disziplin gefördert und Werte wie Toleranz und Respekt, zentrale Begriffe in der Hip-Hop Kultur, vermittelt. Die Hip-Hop-Kultur allgemein und besonders Graffiti bietet eine hohe Identifikationsmöglichkeit für Jugendliche und erreicht diese als wichtigen Teil der heutigen Jugendkultur auch in den sozialen Brennpunkten.
Förderperiode: 2006/2007
- Deutsch- Motivations- und Einstiegskurse für Migrantinnen (Elternschule Rothenburgsort/ Veddel/ 2007)
Migrantinnen verschiedener Herkunftsländer sollten in der Elternschule einen Einstieg in das Erlernen der deutschen Sprache finden können. In wöchentlich 3 Kursen à 4 Stunden wurden den Teilnehmerinnen in wohnortnahen Einrichtungen im Stadtteil erste Kenntnisse vermittelt.
Hierdurch wurde die Hemmschwelle der Migrantinnen verringert, regulär, weiterführende Sprachkurse zu besuchen, die zu einer besseren Vermittelbarkeit am Arbeitsmarkt führen.
- Rothenburgsorter Graffiti-Projektwochen (Getting up Ateliergemeinschaft / 2007 )
Zielgruppe waren weibliche und männliche Jugendliche ab 14 Jahren aus dem Fördergebiet. Neben der Vermittlung der Geschichte und der Techniken des Graffiti wurden Teamarbeit und Disziplin gefördert und Werte wie Toleranz und Respekt, zentrale Begriffe in der Hip-Hop Kultur, vermittelt. Die Hip-Hop-Kultur allgemein und besonders Graffiti bietet eine hohe Identifikationsmöglichkeit für Jugendliche und erreicht diese als wichtigen Teil der heutigen Jugendkultur auch in den sozialen Brennpunkten.
Förderperiode: 2005/2006
- Erlernen und Vermittlung des Umgangs mit neuen Medien unter Einbeziehung des eigenen Umfeldes. (Jugendförderverein Rothenburgsort e.V./ 2005/2006)
Dieses Projekt richtete sich vornehmlich an Jugendliche bis 25 Jahre. Zum einen ging es um den Qualifizierungsbereich, der durch den Umgang und die Erprobung mit den neuen Medien geschult wurde und deren Möglichkeiten aufzeigte, zum anderen sollte die Identität mit dem eigenen Stadtteil und dem Tun dafür ein wenig in den Focus gerückt werden.
Das Ergebnis des Projekts sollte im Stadtteil publiziert werden, so dass die Teilnehmer ein direktes Feedback auf das Geleistete bekommen sollten.
- Konversations- und Bewerbungstraining f. Migrantinnen (Elternschule Rothenburgsort/2005/2006)
Ziel war es, Kompetenzen auf dem Gebiet der deutschen Sprache zu erhöhen. Orientiert war dies an Berufsbildern, wobei fachliche umgangssprachliche Ansätze verfolgt wurden, die es den Teilnehmerinnen ermöglichten, sich bei der Berufswahl u. -ausübung besser in das Arbeitsleben zu integrieren. Erhofft wurde sich dadurch, dass dies und das angeschlossene Bewerbungstraining zu einer Erhöhung der Vermittlungsfähigkeit führte.
- Interkulturelle Begegnungsstätte u. Kulturraum RbO - Aufbau eines Treffs f. kulturelle Bildung u. Beschäftigung (Carsten Rabe/ 2005/2006)
Das Projekt widmete sich dem Aufbau und der inhaltlichen Programmgestaltung einer kulturellen Begegnungsstätte für Rothenburgsort. In Zusammenarbeit mit den Bewohnern wurde ein Ort geschaffen, der in kreativem Ambiente ein Treffpunkt für Kulturinteressierte wurde. Der Umbau und die Ausgestaltung des Raumes wurde in Zusammenarbeit mit den Teilnehmern durchgeführt und diente u.a. der Vermittlung von handwerklichen Fertigkeiten.
- Einsatz u. Schulung v. Multiplikatoren für den PC Bereich (Jugendförderverein Rothenburgsort e.V./ 2005/2006)
01.11.05 bis 31.01.06: Vorlauf, Konzeption und Werbungsphase
01.02.06 bis 30.06.06: Durchführung, Abschluss.
Weiterhin war eine Beteiligung zusätzlicher Jugendlicher und Heranwachsender möglich und vorgesehen, da sich die Inhalte des Schulungsbereiches ausweiteten. Zweck war es, mit Jugendlichen und Heranwachsenden eine sonntägliche Öffnung eines Internetcafés zu konzipieren und umzusetzen, so dass ein doppelter Nutzungseffekt erreicht wurde. Zum einen wurde eine Schulung angeboten, die sämtliches erforderliche Wissen für so eine Öffnung vermittelt. Ehrenamtliches Engagement wurde gefördert. Zum anderen bot diese Öffnung allen Einwohnern Rothenburgsorts die Möglichkeit, das Internetcafé als nichtkommerzielles und sozialadäquates Angebot zu nutzen. Einige der Teilnehmer waren nach dem ersten Durchlauf des Projektes hoch motiviert, dass sie sich auch weiterhin als Multiplikator für den Stadtteil engagieren mochten. Diese Möglichkeit konnte ihnen in Form einer selbstverantwortlichen Sonntagsöffnung (Öffnung des HdJs für alle EinwohnerInnen Rothenburgsorts) geboten werden.
- Alphabetisierung (Elternschule Rothenburgsort 2005/2006)
Die Erfahrungen aus der 1. Förderperiode hatten gezeigt, dass ein hoher Anteil der Frauenmit Migrationshintergrund weder lesen noch schreiben konnten. Damit fehlten auch Kommunikationsmöglichkeiten, um an anderen Maßnahmen teilnehmen zu können. In den angebotenen Kursen wurden anknüpfend an den vorhandenen Kenntnissen und der Lebenswelt der Teilnehmerinnen von erfahrenen Deutsch-Lehrerinnen mit Methodenvielfalt die entsprechenden Inhalte vermittelt.
Förderperiode: 2004/2005
- Konversation und Darstellungstraining für arbeitssuchende Migrantinnen (Elternschule Rothenburgsort 2005)
Die geplanten Kurse hatten vor allem das Erlernen, Vertiefen und Üben praxisbezogener Fähigkeiten im Gespräch und in der (Selbst-)Darstellung zum Ziel. Das Angebot von Deutschkursen reichte für arbeitssuchende / sozialhilfebeziehende Migrantinnen nicht aus. Ihnen fehlte die Möglichkeit, die neu erlernte Sprache im geschützten Rahmen (z. B. einer Kleingruppe) zu üben und sich zu erproben. Dies sollte in den Kursen mit themenausgerichteten Einheiten wie z. B. Bewerbungsgesprächen, Auskünften (z. B. am Telefon), Verkaufssimulation u. a. geschehen. Ergänzt wurde das Programm durch schriftsprachliche (Haus-)Aufgaben und einer grundlegenden Wissensvermittlung der sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen im Migrationsland (Allgemeinbildung).
- Ausbildung von Multiplikatoren im PC-Bereich (Jugendförderverein Rothenburgsort e.V./ 2005)
Bei diesem Projekt ging es darum, Jugendliche und Heranwachsende mit vermittlungshemmenden Merkmalen im PC-Bereich zu qualifizieren, um deren Chancen auf dem Beschäftigungsmarkt zu verbessern. Neben Internetrecherche, Bewerbungstraining und Erstellung von Bewerbungsunterlagen sollten die Teilnehmer/innen Word u. Excel als notwendige u. sinnvolle Anwendungen erkennen u. damit arbeiten.
- RBO-Tours
Entwicklung und Realisierung von Stadtteil-Führungen in Hamburg-Rothenburgsort (Ingo Böttcher/ 2005)
Konzept: Die inhaltlichen Schwerpunkte der Rundgänge wurden zunächst nach den eigenen Interessen, Erfahrungen und Lebenswelten der Teilnehmer gewählt. Die jeweils konkrete Ausgestaltung der damit vorgegebenen Themen (Recherche, Systematisierung, Fixierung der Inhalte) geschah in einem Lernprozess, der von der Projektleitung angeleitet wurde. Ebenso wurden die Teilnehmer gezielt auf die formale Umsetzung der tatsächlichen Touren vorbereitet (Art und Weise der Darstellung, Präsentationstraining, Mediennutzung).
Das Projekt war auf mind. vier und max. zehn Teilnehmer ausgelegt. Die Maßnahme stand erwerbssuchenden Frauen u. Männern aller Altersklassen gleichermaßen offen. Alleinerziehende sollten bevorzugt werden.